BioSeed: Sieben Maßnahmen zur Förderung des regenerativen Ackerbaus

Foto: Institut für Pflanzenkultur GmbH & Co. KG

Klimawandel, Ressourcenverknappung und neue gesetzliche Vorgaben erfordern ein Umdenken in der landwirtschaftlichen Praxis. Der regenerative Ackerbau umfasst im Kern Maßnahmen zur Aktivierung und Stärkung des Bodenlebens und zur Humusanreicherung. Ein wichtiger Aspekt ist die möglichst ganzjährige Begrünung des Ackers, die vor allem über Untersaaten in Hauptfrüchte wie Getreide, Mais oder Raps sichergestellt wird. 

Zur Förderung des regenerativen Ackerbaus entwickelt das Projekt praxisnah wirtschaftliche Verfahrensweisen zum ressourcenschonenden Nährstoff- und Pflanzenschutzmanagement mit Humusaufbau und Stärkung des Bodenlebens sowohl im konventionellen/konservierenden als auch im ökologischen Maisanbau. Dafür verbindet BioSeed sieben Maßnahmen für eine regenerative Landwirtschaft: 1. Vergleich bio/konventioneller/konservierender Anbau, 2. Nutzung von Mykorrhizapilzen und 3. von pflanzenwachstumsfördernden Bodenbakterien, 4. Saatgutbehandlung, 5. Anbau von Zwischenfrüchten, 6. Bestimmung der Glomalinfraktion und der Wasserspeicherfähigkeit des Bodens sowie 7. Kohlenstoff-Sequestrierung. Es wird zudem erforscht, wie sich ausgewählte Mikroorganismen im Boden über den Zwischenfruchtanbau als grüne Brücke neu etablieren und vermehren lassen und welche Zwischenfrüchte insbesondere zur Stärkung des mikrobiellen Bodenlebens geeignet sind. Die Biotisierung des Saatguts durch Mikroorganismen soll zudem die Treibhausgasbilanz des Maisanbaus verbessern. 

Zwischenergebnisse

Im Topfversuch ist die Saatgutbiotisierung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen sowie den Bakterien Bacillus spec. und Kosakonia radicincitans erfolgreich durchgeführt worden. Der nächste Schritt besteht aus der Testung im Feld. Die Kombination von Mykorrhiza und ausgewählten Bakterien hat eine signifikante Wachstumsantwort bei Mais erzeugt. In Feldversuchen ist die Zwischenkultur bereits beprobt, die Auswertung erfolgt bis Mitte Februar 2021, im Frühjahr folgt die Aussaat der Hauptkultur.

Vollständiger Name des Projekts: Grüne Brücke zum regenerativen klimaangepassten Ackerbau: Biotisierung von Saatgut für Nährstoffmanagement, Humusaufbau und CO2-Bindung im Mais (BioSeed)

Ummantelte Samen unter dem Mikroskop. Foto: Institut für Pflanzenkultur GmbH & Co. KG

Abschlussbericht

Nach Abschluss des Projekts finden Sie hier die Ergebnisse.

Schlüsselwörter

  • Pflanzenproduktion und Gartenbau
  • Schädlings- / Krankheitsbekämpfung
  • Düngung
  • Boden

Kontakt zur OG

Institut für Pflanzenkultur e.K.
Dr. Carolin Schneider

Solkau 2
29465 Schnega
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