Erprobung eines Ammoniak-Sorbenten zur Emissionsminderung aus Schweinegülle unter Praxisbedingungen

Die Minderung landwirtschaftlich bedingter Ammoniak‐Emission ist erforderlich, um die Eutrophierung naturnaher Ökosysteme, indirekte Lachgasemissionen, Feinstaubbildung u. Bodenversauerung zu verringern sowie die N-Nutzungseffizienz von Wirtschaftsdünger zu verbessern. Minderungsmaßnahmen fokussieren auf die Verluste aus dem Stallbereich u. bei der Gülle-Applikation im Feld. Zur Ammoniak-Bindung kann ein NH3-Sorbent auf Basis von Carbonsäurederivaten eingesetzt werden. Für die Ableitung der Anwendungsempfehlungen für den Einsatz dieses Sorbenten in der Tier- und Pflanzenproduktion werden Untersuchungen unter Praxisbedingungen durchgeführt, die sowohl produktionstechnische Aspekte (u.a. Tageszunahme der Schweine, N-Aufnahme und Ertrag des Weizens) als auch ökonomische Betrachtungen umfassen. Zielsetzung ist die Erarbeitung und Evaluierung einer praxisreifen Strategie zur umfassenden Minderung von Ammoniak-Emissionen. Dabei wird die gesamte betriebliche „Wertschöpfungskette“ von der Mastschweinehaltung im Stall über die Ausbringung der anfallenden Schweinegülle auf dem Acker bis hin zur Beurteilung des produzierten Weizens als Futtergrundlage in der Schweineproduktion betrachtet.

Schlüsselwörter

Düngung
Politik und Naturschutz/Naturbewirtschaftung

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Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
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