Organisches Düngerohr zur Bewässerung sowie anschließenden Düngung durch Zersetzung

Foto: Rolf Sieling, DEULA-Nienburg GmbH

Landwirte werden zunehmend mit Defiziten in der Wasserversorgung auf landwirtschaftlichen Flächen konfrontiert. Dabei hängen Maschinenarbeiten und Betriebsmitteleinsatz direkt von der Wasserverfügbarkeit ab. Wassersparende Systeme, wie zum Beispiel Tropfschläuche, sind in der Anschaffung kostenintensiv und beinhalten die Risiken mechanischer Beschädigungen, hydraulischer Fehler oder unsauberen Wassers. Die wirtschaftliche Bedeutung zusätzlicher Bewässerung steigt aufgrund von Klimaänderungen jedoch an. 

Foto: Rolf Sieling, DEULA-Nienburg GmbH

Das Projekt experimentiert mit der Herstellung von organischen Düngerohren, die aus separierter Gülle bestehen. Die Düngerohre sollen zugleich die Bewässerung und eine Nährstoffapplikation an die Pflanze ermöglichen. Es werden Rohre mit verschiedenen Durchmessern und Wandstärken sowie verschiedene Materialmischungen getestet. Die erprobten Kombinationen von Separator und Extruder sollen eine Konsistenz der Rohre ermöglichen, die eine über die gesamte Vegetationszeit gute Nährstoffversorgung der Feldfrüchte sicherstellt. Der Durchmesser der Rohre erlaubt dabei die Verwendung von nicht gereinigtem Wasser ohne hohen Druck in der Leitung. Das Verfahren ermöglicht eine lokale Düngung und kann damit das Risiko einer Überdüngung von Teilflächen minimieren. Nach der Saison verbleibt das Düngerohr auf der Fläche und dient nach Zersetzung als zusätzlicher organischer Dünger. Um Aussagen zur Dünger- und Wasserverfügbarkeit treffen zu können, wird das Projekt von Feldversuchen begleitet. Hierbei werden die realisierten Erträge mit anderen Anbausystemen verglichen. 

Zwischenergebnisse

Das Projekt arbeitet momentan an der störungsfreien Zuführung des Substrates vom Separator zur Presse. Der TS-Gehalt der abgepressten Gülle beträgt ca. 40 Prozent. Momentan gelingt es, aus diesem Material ohne Bindemittel Rohre von zwei Metern Länge zu pressen. Die Muffen zur Verbindung der Rohre sind noch in der Entwicklung. Zum Vegetationsbeginn werden genügend laufende Meter erwartet, um Versuche im Freiland zu starten.

Vollständiger Name des Projekts: Organisches Düngerohr zur Unterflur Düngung und Bewässerung

Foto: Rolf Sieling, DEULA-Nienburg GmbH

Abschlussbericht

Nach Abschluss des Projekts finden Sie hier die Ergebnisse.

Schlüsselwörter

  • Düngung
  • Wasser
  • Boden
  • Abfall / Umweltverschmutzung

Kontakt zur OG

DEULA-Nienburg GmbH
Bernd Antelmann
Max-Eyth-Str. 2
31582 Nienburg/Weser
Telefon: 05021 9728-14
E-Mail: bernd.antelmann@deula-nienburg.de