Plasmadip: plasmagestütztes Verfahren zur Desinfektion von Zitzen und Melkzeug

Symbolbild

Bovine Mastitiden zählen in Milchviehherden zu den bedeutendsten Erkrankungen. Ihre Behandlung erfordert den umfangreichsten Einsatz von Antibiotika in der Milcherzeugung. Zur Vermeidung der Infektionen betreiben Landwirte einen großen hygienischen Aufwand. Bestehende Methoden mit chemischen Desinfektionsmitteln stehen jedoch aufgrund der Belastung von Haut und Milch der Kühe in der Kritik. Der Einsatz von Peressigsäure belastet zudem die Atemwege des Personals und führt zu einem höheren Verschleiß der Maschinen.

Das Projekt entwickelt ein plasmagestütztes Verfahren zur Desinfektion von Zitzen und Melkbechern zur Vorbeugung von Mastitiden im Melkprozess. Es soll dazu beitragen, den Einsatz einer chemischen Desinfektion (Predip und Postdip) zu verringen oder zu vermeiden sowie die Anwendung von Desinfektionsmittel zur Reinigung des Melkzeugs zu reduzieren. Dazu entwickelt das Projektteam Geräte, die einem Anforderungskatalog der beteiligten Landwirte entsprechen, bevor diese im Labor an Hautpräparaten geprüft werden. Anschließend werden diese Geräte auf  Betrieben getestet und angepasst. Die Plasmabehandlung der Zitzenkuppe soll die mikrobielle Last reduzieren und somit einer Mastitis vorbeugen. Das Melkzeug soll zwischen den Melkvorgängen ebenfalls mit einer Plasmabehandlung desinfiziert werden. Zudem soll die mikrobiozide Wirkung der Plasmen auf weitere mastitisverursachende Erreger untersucht werden. Ziel ist die Entwicklung praxistauglicher und teilautomatisierter Geräte zur Desinfektion von Zitzen und Melkbechern.

Vollständiger Name des Projekts: Innovative Zitzen- und Melkzeugdesinfektion mit Plasma (Plasmadip)

Abschlussbericht

Nach Abschluss des Projekts finden Sie hier die Ergebnisse.

Kontakt zur OG

Hochschule Hannover
Prof. Dr. med. vet. habil. Volker Krömker
E-mail: volker.kroemker@hs-hannover.de