WaterSafe: Konzept zur verbesserten Reinigung von Tränkwasserleitungen

Symbolbild

Suboptimale Wasserverfügbarkeit und -qualität sowie Tränkwasserleitungshygiene in der Schweinehaltung führen zu Problemen hinsichtlich Tierwohl und Tiergesundheit. Eine unzureichende Wasseraufnahme aufgrund technischer Mängel, geringer Schmackhaftigkeit, unter anderem verursacht durch Biofilmbildung in den Leitungen oder eine restriktives Wasserangebot, stellen einen massiven Stressor für die Tiere dar und können zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen, die anderen Krankheiten wie Ohr- und Schwanzveränderungen oder Durchfall Vorschub leisten.

In diesem Projekt soll ein neues Tränkwasserleitungsreinigungskonzept für Ferkelaufzuchtbetriebe in zwei Aufzuchtställen etabliert und für die Praxis getestet werden. Das System wird in einem Gemeinschaftsprojekt entwickelt und unter Laborbedingungen erprobt. Es soll dazu genutzt werden, mit Belägen behaftete Wasserleitungen zu reinigen, Salmonellenreservoire in den Leitungen zu zerstören und eine mögliche Endotoxinbelastung des Tränkwassers soweit zu reduzieren, dass Endotoxin-induzierte Ohr- und Schwanzveränderungen verschwinden. Nach technischen, chemischen und mikrobiologischen Analysen sowie Untersuchungen der Ferkel wird eine Tränkwasserleitungsreinigung auf den Betrieben durchgeführt. Zum Einsatz kommen eine neu entwickelte mobile Spüleinrichtung sowie eine neue Substanz aus Weinsäure und katalytischen Additiven, die eine hohe Wirksamkeit gegen Biofilme aufweist und auch die Erbsubstanz von Erregern zerstört. Die Effekte des Konzepts werden in drei Durchgängen gemessen und bewertet.

Abschlussbericht

Nach Abschluss des Projekts finden Sie hier die Ergebnisse.

Kontakt zur OG

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Außenstelle für Epidemiologie
Apl. Prof. Dr. Isabel Hennig-Pauka
E-Mail: isabel.hennig-pauka@tiho-hannover.de